Stadtentwicklung

Kluge Stadtentwicklung

 

Wohnen und Arbeiten gehören in Langenselbold zusammen. Dabei hat sich Langen-selbold zu einem attraktiven und beliebten Wohnstandort im Rhein-Main-Gebiet entwickelt. Zuzüge gibt es tagtäglich. Das soll auch so bleiben.

Mir liegt viel daran, dass auch künftig die Bürgerinnen und Bürger ihren Traum vom Wohnen „in eigenen Räumen“ erfüllen können. Dazu werden in den nächsten Jahren die bereits ausgewiesenen Baugebiete (Niedertal IV und V) konsequent entwickelt und einer Bebauung zugeführt. In den Baugebieten wird es wieder eine Mischung aus Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern geben.

 

Voraussetzung für gutes Wachstum ist, dass die Infrastruktur in Langenselbold aus-reichend mitwächst. Dies gilt für den Verkehr, die Strominfrastruktur, aber auch für die Abwasserentsorgung. Gutes Wachstum kann nur unter Beachtung der gesamt-gesellschaftlichen Entwicklung gelingen.

Ich werde einen Diskussionsprozess anstoßen, in dem Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Entscheidungsträger gemeinsam eine Vision 2030 für Langenselbold entwickeln, in der die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Dienstleistung, Land-wirtschaft und Erholung inhaltlich bewertet, untereinander ausbalanciert und in kon-kreten Handlungsfeldern beschrieben werden.


Handel, Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft

 

Die vielfältige Gewerbestruktur in Langenselbold ist schon heute von Vorteil. Sie bie-tet unterschiedliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Bei der Ansiedlung neuer Gewer-betreibender lege auch ich Wert auf eine Vielfalt von Branchen, um im Falle wirt-schaftlicher Krisen das Ausfallrisiko für die Gewerbesteuer und damit das Risiko für den städtischen Haushalt möglichst gering zu halten.

Weiterhin sollen qualitative Maßstäbe auch in der Zukunft für Neuansiedlungen gel-ten. Gewerbliche Flächen sind zunehmend Mangelware und ein hohes Gut. Der Ver-kauf städtischer Flächen nach klaren Kriterien soll nachhaltig wirken, Beschäftigung und langfristige Gewerbesteuereinnahmen nach sich ziehen. Die dazu ausgewiese-nen Gewerbeflächen bieten zukunftsorientieren Unternehmen gute Chancen.

Im Gewerbepark West achten wir besonders darauf, dass es durch die Verkehrsfüh-rung zu einer Entlastung der heutigen Knotenpunkte kommt. Dazu soll in Zusam-menarbeit mit Erlensee ein Anschluss an die alte B40 zwischen Langenselbold und Erlensee erfolgen.

 

Die Stärkung des lokalen Einzelhandels bleibt eine wichtige Herausforderung. Dazu kann die Stadt gemeinsam mit dem Handel- und Gewerbeverein Rahmenbedingun-gen schaffen. Es muss möglich bleiben, vor Ort gerne und gut einzukaufen.

 

Die ärztliche Versorgung in unserer Stadt bleibt ein wichtiges Anliegen. Ein gemein-sames Ärzte- und Gesundheitszentrum sollte planerisch und managementmäßig von der Stadt vorangetrieben werden. Politisches Ziel sollte ein medizinisches Versor-gungszentrum sein.

 

Die Landwirtschaft mit ihrem vielfältigen Angebot ist fester Bestandteil in Langensel-bold. Dies wird so bleiben. Ich setze mich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft auch in Zukunft stimmen und die Betriebe gute Perspektiven für ihre Entwicklung haben.


Sicher und sauber leben in Selbold

 

Das Thema Sicherheit gewinnt zunehmende Bedeutung. Alle staatlichen Institutionen und Organe sind aufgerufen, dafür Sorge zu tragen, dass wir uns „vor Ort“ sicher bewegen und beruhigt leben und wohnen können. Dazu werden wir das Land Hes-sen auffordern, die erforderliche Ortsnähe polizeilichen Handelns aufrecht zu erhal-ten bzw. wieder herzustellen. Die städtischen ordnungsbehördlichen und ordnungs-polizeilichen Aktivitäten werden wir entschlossen weiterführen. Missstände müssen konsequent diskutiert und angegangen werden. Die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten verdient unsere Wertschät-zung, denn sie setzen die politischen Anforderungen unter Einsatz ihres Lebens um.


Naturgewalten trotzen

 

Der Hochwasserschutz bleibt Chefsache. Überschwemmungen wie in 2003 soll der Vergangenheit angehören.

Dazu soll in landschaftlich ansprechender Weise die Innenstadt noch gesichert wer-den.

Planungen sind voranzubringen und

notwendige Baumaßnahmen müssen 2025 fertiggestellt sein.